Publikation zur öffentlichen Wahrnehmung wissenschaftlicher Normen

Markus Schug, Helena Bilandzic und Susanne Kinnebrock vom imwk der Universität Augsburg untersuchen in ihrer neuen Veröffentlichung in der Zeitschrift „Public Understanding of Science“ anhand einer quantitativen Befragung (N= 1007), wie wissenschaftliche Normen (z. B. Kommunalismus, Universalismus) durch die breite Bevölkerung wahrgenommen werden und welche Rolle wissenschaftsbezogener Medienkonsum, politische Ideologie und das jeweilige Wissenschaftsfeld dabei spielen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zustimmung zu wissenschaftlichen Normen in kontroversen Wissenschaftsbereichen (z. B. COVID-19, Klimawandel) höher ist als in weniger kontroversen Bereichen. Eine eher linksgerichtete politische Ideologie ist mit einer höheren Zustimmung und der hohe Konsum von Wissenschaftsnachrichten ist teilweise mit einer geringeren Zustimmung zu wissenschaftlichen Normen verbunden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen diskutieren die Autor:innen mögliche Implikationen für die öffentliche Wahrnehmung kontroverser Wissenschaftsbereiche.

Die Arbeit ist Teil des DFG-Forschungsprojekts „Die De- und Restabilisierung von Evidenz in der Corona-Krise“, einem Teilprojekt innerhalb der DFG-Forschergruppe 2448 "Evidenzpraktiken in Wissenschaft, Medizin, Technik und Gesellschaft“.

Schug, M., Bilandzic, H., & Kinnebrock, S. (2025). Endorsement of scientific norms among non-scientists: The role of science news consumption, political ideology, and science field. Public Understanding of Science, 0(0). https://doi.org/10.1177/09636625251315882

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