Wintersemester 2024/2025. Ein Rückblick ...

© Universität Augsburg

In 2024 waren 10 Jahre „Das Akragas-Projekt“ ein großes Highlight für die Klassische Archäologie der Universität Augsburg. Das Jubiläum begleiteten nicht nur unsere Ausgrabung in Agrigent im Sommer sowie das Digitalisierungsprojekt der Grabungsdokumentation im Winter, sondern auch Einblicke hinter die Kulissen auf Instagram. Zusätzlich eröffneten wir auch eine Sonderausstellung ab November 2024: "Reise ins antike Heiligtum – Erkundung Siziliens zwischen 18. Jh. und moderner Popkultur" war ein studentisches Ausstellungsprojekt unter Leitung von Michael Schaper gemeinsam mit der Zentralbibliothek der Universität Augsburg, das eine Zeitreise von antiquarischen Berichten bis zu populären Archäologie-Bildern des 21. Jahrhunderts rund um die universitätseigene Grabung auf Sizilien gestaltet hat. Das große Interesse freute uns besonders – denn die Sonderausstellung wurde verlängert und konnte in den Bibliotheksräumen bis Anfang Februar 2025 besichtigt werden.

Das Wintersemester hatte mit einem vielfältigen Angebot noch weitere Highlights zu bieten.

  • Das studentische Ausstellungsprojekt „Dresscode Augusta Vindelicum“ blickt auf einen gut besuchten und ereignisvollen Sommer und Herbst zurück. Der Frage, was Römer und Römerinnen in Augusta Vindelicum trugen, konnten Besuchende in der Sonderausstellung in Kooperation mit dem Staatlichen Textilmuseum tim sowie der Stadtarchäologie Augsburg nachgehen. Daneben begleiteten Vorträge und Exkursionen von UniA Beteiligten das Projekt bis zum Abbau im November.
  • In Augsburg begrüßten die Veranstalter des XIII. Glastags internationale Experten und Expertinnen rund um die Archäologie des Glases. Zahlreiche Vorträge gaben Einblicke zur Produktion ebenso wie zu unterschiedlichen Fundorten und Epochen. In den Räumen der Stadtarchäologie konnten Teilnehmende die Augsburger Fundstücke unter die Lupe nehmen.
  • Eigene Akzente haben auch Katharina Heinrich und Mark Ohlrogge als neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Mitarbeiter gesetzt. In Vorträgen, Kursen und Tagesexkursionen konnten Studierende das fachliche Portfolio kennenlernen. Und als Tipp für das Sommersemester: Diverse Veranstaltungen rund um Ikonographie und Ausstellungskonzeption, Skulpturensammlung und Römerkastell werden beide Dozenten anbieten.

Im Kolloquium der Klassischen Archäologie lag ein Fokus auf dem Augsburger Fach: Während unser Team verschiedene eigene Forschungsprojekte vorstellte, brachten mehrere studentische Vorträge weitere Einblicke von pompejanischen Lararien bis zu Reenactment und experimenteller Archäologie. In den anderen Kolloquien hießen wir archäologische und historische Experten und Expertinnen willkommen, die zum Beispiel neue Perspektiven zu der Frage einbrachten, wie man römische Antike im provinzialrömischen Raum ausstellen kann. Weitere internationale Gäste präsentierten Forschungsprojekte vom Handel in kaiserzeitlichen Städten Galliens, Provenienzforschung im 21. Jahrhundert bis GIS-basierten Siedlungsanalysen auf Zypern.

Eröffnung der Sonderausstellung "Reise ins antike Heiligtum" Foto: Anatoli Oskin © Universität Augsburg
Teilnehmende am Glastag vor der Führung im Zentraldepot der Stadtarchäologie Augsburg durch Sebastian Gairhos, Georg Greven und Michaela Hermann Foto: Marion Brüggler © Glastag 2024

... und Ausblick

Das Kursangebot der Klassischen Archäologie im Sommersemester 2025 umfasst im B.A. zum Beispiel Themen zu archäologischer Bildforschung, wissenschaftlichem Arbeiten, Ausgrabungen sowie römischen Gottheiten. Neben der Grabungskampagne „Das Akragas-Projekt“ bei Agrigent im Sommer bietet das Proseminar „MFA digital“ wieder Praxis-Elemente zur Vermittlung römischer Kaiser gemeinsam mit dem Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München. Die archäologischen Tagesexkursionen gehen zu ausgewählten archäologischen Stätten und Museen in Bayern und befassen sich mit Skulptur, Antikenvermittlung sowie Stadtentwicklung

  • Im Sommersemester 2025 widmen sich gleich mehrere Veranstaltungen dem KuK-Thema „Stadt“: Die Einführung zur antiken Stadt behandelt hierzu das Beispiel Pompeji im B.A., tiefergehende Forschungsdiskussionen rund um Interaktionsformen im urbanen Raum widmen sich Studierende im M.A. Unter dem Oberbegriff Stadt werden sowohl die KuK Vorlesung „Interdisziplinäre Perspektiven“ als auch das Kolloquium der Klassischen Archäologie neben mehreren Exkursionen stattfinden.
  • Bereits jetzt im April findet ein kombiniertes Kursangebot speziell zu antiken Darstellungen und Menschen im römischen Augsburg statt. Mit Prof. Natascha Sojc und Michael Schaper geht es in die Depots und vor die Originale. Im Kurs „Inspiriert durch Rom. Menschen und Bilder im raetischen Raum“ sowie in der Übung „Ikonografische Zeugnisse in der Provinz Raetien“ befassen sich Studierende mit berühmten lokalen Reliefbildern und untersuchen Einflüsse in den bildlichen Darstellungen rund um Familie und Handel in der Provinzhauptstadt. Und ein Kursangebot mit Ausblick: Die Reliefs werden aus neuen Blickwinkeln auch vorbereitend für die geplante Landesausstellung 2029 studiert – gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen der Stadtarchäologie Augsburg und der Archäologischen Staatssammlung München.

 

Details zu unserem Kursangebot im Sommersemester 2025 finden Sie in Digicampus. Alle Informationen zu unserem Fach und den Veranstaltungen sowie dem Zertifikat „Museum und Ausstellungswesen“ folgen wie immer hier auf unserer Website – und auf Instagram.

 

Wir sehen uns beim Get-together am 24. April! Einen guten Start in das Sommersemester wünscht das Team der Klassischen Archäologie, Universität Augsburg

 

Augsburger Reliefs ganz nah: UniA Besuch bei der Stadtarchäologie ©Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Archäolog. Zentraldepot
Augsburger Wagenszene ©Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Archäolog. Zentraldepot

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