Prof. Dr. Petra Kirchhoff an PISA-Begleitstudie beteiligt
Eine PISA-Begleitstudie soll zeigen, welche Bedeutung das fachdidaktische Wissen von Englisch-Lehrkräften für den Lernerfolg hat. In dieser PISA-Begleitforschungsstudie kommen Testinstrumente von Prof. Dr. Petra Kirchhoff von der Universität Augsburg und von Prof. Dr. Stefan Krauss von der Universität Regensburg zusammen zum Einsatz. Verantwortet und wissenschaftlich geleitet wird die Studie vom PISA National Center an der Technischen Universität München (TUM). Welche Rolle spielt fachdidaktisches Wissen beim Lehren von Englisch als Fremdsprache? Und wie bedeutsam ist das Professionswissen von Lehrkräften für den Lernfortschritt von Schülerinnen und Schülern? Diesen Fragen geht eine Studie unter Beteiligung von Prof. Dr. Petra Kirchhoff von der Universität Augsburg und Prof. Dr. Stefan Krauss von der Universität Regensburg nach. Die Erhebung läuft als Begleituntersuchung zur PISA-Studie 2025, in der erstmals auch die Fremdsprachenkompetenz im Fach Englisch erhoben wird. Dabei werden, die für PISA zufällig ausgewählten, 2901 Lehrkräfte ebenfalls hinsichtlich ihres Professionswissens befragt. „Für Mathematik weiß man schon, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem fachdidaktischen Wissen der Lehrkraft und dem Lehr- und Lernerfolg“, sagt Kirchhoff und verweist auf die groß angelegte Coactiv-Studie, die in Deutschland 2003 als Begleituntersuchung zur PISA-Studie durchgeführt wurde. Die von ihr und Krauss begleitete Studie soll nun zeigen, wie groß der Einfluss des fachdidaktischen Wissens im Fach Englisch ist. „Die im Rahmen dieser PISA-Begleitstudie erhobenen Daten dienen als Grundlage. Auf dieser Basis können vorsichtig Vorschläge für die zukünftige Lehrerausbildung erarbeitet werden“, so Kirchhoff. Sie sieht es als große Chance, dass die Fremdsprachenkompetenz erstmals in der PISA-Studie Beachtung findet: „Es ist absolut wichtig, zu wissen, wo wir im internationalen Vergleich stehen.“ Die PISA-Studie wird seit 2000 von der OCED durchgeführt, in der Regel im dreijährigen Rhythmus. In Deutschland ist das Zentrum für Internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) und die TU München verantwortlich für PISA. Ziel des internationalen Schulleistungstests ist es, die Kompetenzen von 15-Jährigen in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Lesen zu testen und zu vergleichen. Der Schwerpunkt der diesjährigen Erhebung liegt auf der Naturwissenschaftskompetenz. Lesen und Mathematik bilden die Nebendomänen. Als zusätzlicher Bereich wird neben der Fremdsprachenkompetenz in Englisch der Bereich Lernen in einer digitalen Welt erfasst.